Stopp Loss setzen beim CFD Handel

Beim Handel mit CFDs sollte man eine eindeutig definierte Tradingstrategie besitzen. Eine erfolgreiche Strategie beinhaltet zwangsläufig auch Stopps. Stopps kann man gezielt nutzen um die eigenen Verluste gering zu halten oder um mit ihnen die Buchgewinne zu sichern.

Die Stopps sind dafür da, sie einzuhalten. Stopps sind eine unverrückbare, feste Regel, an die sich jeder disziplinierte Trader halten muss.

Die Stopp Loss Marke kann man dabei in den meisten Handelssystemen so einrichten, dass ab einer bestimmten Senkung im Kurs die Position voll automatisch glattgestellt, d.h. verkauft wird. Da sie aber erst zum nächsten handelbaren Kurs wieder abgegeben werden kann, kann es durchaus auch vorkommen, dass die Position minimal unterhalb der gesetzten Grenze verkauft wird, was allerdings meist nicht so viel ausmacht. Gerade wenn es an der Börse einmal sehr hektisch zugeht oder man nicht die Zeit hat, sich die ganze Zeit im Broker aufzuhalten ist diese Marke eine echte Hilfe, durch die der Trader sowohl den Verlust klein halten kann, als auch den Gewinn sicher stellen kann.

Ein Beispiel:

Wenn man ein CFD zum Kurs von 46 Euro gekauft hat und der Kurs dann auf 53 Euro angestiegen ist, kann man die Stopp Loss Marke bei 51 Euro setzen. Sinkt der Kurs unter diese Marke hat man immerhin noch einen Gewinn von rund 5 Euro gemacht, steigt der Kurs weiter kann man auch weiter Gewinne machen.
Wenn  man Stop Loss nicht nur nutzen möchte um seine Gewinne zu sichern, sondern zum Beispiel auch um die Verluste geringer zu halten, dann sieht die Sache natürlich etwas anders aus. Hier könnte man sich zum Beispiel im Vorfeld überlegen, wie viel Prozent Verlust man bereit ist hinzunehmen. Wenn man zum Beispiel eine Position für 100 Euro kauft und den Verlust nicht höher als 20 Prozent werden lassen möchte, dann setzt man die Stopp Loss Marke ganz einfach bei 80 Euro. Wird dieser Wert unterschritten, wird die Position automatisch verkauft.

Abweichungen

Das einzige Problem, das sich beim Setzen von Stopp Loss Marken ergibt, ist, dass man niemals zu 100 Prozent sicher sein kann, dass der Kurs auch tatsächlich genau auf die Marke sinkt. Es kann im genannten Beispiel zum Beispiel auch sein, dass der Kurs direkt einen Sprung von 100 auf 75 macht, dann macht man 5 Euro mehr Verlust, als eigentlich geplant war, da dies eben der nächste handelbare Kurs war, zu dem die Marke dann unterschritten wurde und ab dem die Position verkauft werden kann. Umgekehrt ist es aber auch möglich, dass sich die Aktie sehr schnell wieder erholt und dann bei 85 Euro stehen bleibt, dann muss die Position natürlich auch nicht verkauft werden und man kann doch noch Gewinne mit ihr machen. Dieser Effekt hat also nicht nur Nachteile, sondern durchaus auch Vorteile.

Stopp setzen

Grundsätzlich gibt es für Anleger zwei Möglichkeiten sich eine Stopp Loss Marke zu setzen.Die erste davon ist die automatische Stop Loss Marke, die man entweder direkt im Broker setzen kann oder aber bei seinem zuständigen Bankberater in Auftrag geben kann. Unterschreitet eine Position die Marke wird sie sofort verkauft. Ganz besonders eignet sich diese Methode dann, wenn man noch neu im Geschäft mit CFDs ist oder wenn man nicht die Zeit hat permanent die Kurse im Auge zu behalten.
Die zweite Möglichkeit ist das mentale Setzen einer Stop Loss Marke. Diese wird dann nicht in der Software eingestellt, sondern man sucht für sich den Punkt aus, an dem die Marke steht. Man kann diese zum Beispiel auch für jede Position auf einem Zettel notieren, damit man den Überblick behält. Sinkt der Kurs einer Position unter die mental gesetzte Marke stößt man die Position dann in der Broker-Software ab. Diese Möglichkeit eignet sich natürlich vor allem dann, wenn man den Markt ununterbrochen im Auge behalten kann.
Beim mentalen Setzen von Stopp Loss Marken ist es in der Regel so, dass man beim Erreichen der Marke erst einmal den einzelnen Fall prüft. Wenn laut Analysen alle Zeichen auf Verkauf stehen sollte man dann natürlich auch wirklich verkaufen, doch es kann auch sein, dass es sich nur um ein allgemeines Absinken der Kurse handelt, das sich schnell wieder erledigt hat und dann wieder steigende Kurse mit sich bringt. Um diese Situationen einschätzen zu können braucht es durchaus ein wenig Erfahrung.

Tipp:

Bei Stopps, welche zur Verlustbegrenzung plaziert werden, sollten möglichst natürliche Widerstands- und Stützungspunkte gewählt , oder aber die Volatilitäten des Marktes genutzt werden, um geignete Stop-Niveaus zu finden. Denn sst der Stop ungünstig platziert,wird die Position dementsprechend verkleinert oder der CFD-Trade wird nicht genommen.

Zudem kann man sich auch angewöhnen die Stopp Loss Marken nicht bei geraden Zahlen zu setzen, sondern minimal oberhalb der Grenze, die man eigentlich wählen wollte, denn so kann man sich dem Abwärtssog oftmals noch entziehen.
Wichtig ist beim Verwenden von Stopp Loss natürlich auch, dass man die Marke immer wieder anpasst und nachzieht, gerade wenn man sie für die Gewinn-Absicherung nutzen möchte. Ist eine Position zum Beispiel bereits um 15 Punkte gestiegen und man hatte die Marke so gesetzt, dass einem wenigstens 10 Punkte Gewinn bleiben und die Position steigt noch weiter an, dann sollte man auch die Marke höher ziehen, um mehr Gewinn zu behalten.